Pressespiegel

Schenefelder Tageblatt - Donnerstag, 08. Mai 2008

Politische Männerrunde im JUKS Bauhof, Post, JUKS und der Haushalt - die Podiumsdiskussion, organisiert vom Bürgerverein, verlief kontrovers. Doch nur wenige nutzten diese Informationschance.

Schenefeld. Vier Parteien, vier männliche Vertreter saßen den skeptischen Zuhörern im Jugend- und Kommunikationszentrum Schenefeld (JUKS) gegenüber. Eine politische Männerrunde, ergänzt durch den unterhaltsamen Moderator, Uwe Sanneck. Der scherzte: "Ich hoffe, sie sind auch Manns genug, alle Fragen zu beantworten."

Nur wenige interessierte Bürger waren dem traditionellen Aufruf des Bürgervereins gefolgt und hatten den Weg trotz schönstem Grillwetter ins Haus am Osterbrooksweg gefunden. Unter den rund 60 Teilnehmern waren viele Parteimitglieder. Gesichtet: Bürgermeisterin Christiane Küchenhof (SPD), Staatsseketärin Karin Wiedemann (CDU) oder Hartwig Buchsteiner, Vertreter des Seniorenbeirates.

Die Parteiabgesandten - Jörg Evers (OfS), Werner Kühne (FDP), Peter Schmidt (SPD) und Hans-Jürgen Rüpcke (CDU) - positionierten sich bereits im Zuge der Vorstellungsrunde. Rüpcke hob die Erfolge der vergangenen Legislaturperiode hervor. Man habe vorbildlich gehandelt, indem nach Bad Reichenhall sofort alle Turnhallendächer untersucht saniert wurden. "Was wir beeinflussen konnten, haben wir gemacht", so der CDU-Fraktionsvorsitzende. Nun wollen die Christdemokraten die Infrastruktur verbessern und die Verschuldung angehen.

Schmidt dagegen hob das soziale Engagement seiner Partei hervor. Das JUKS als Mehrgenertionenhaus erhalten, Wohnprojekte für Senioren unterstützen und vorschulische Bildung bezuschussen - das waren nur einige seiner Punkte. Kühne, als einziger Nicht-Fraktionsvorsitzender in der Männerrunde, glänzte durch Fachwissen im Bereich Haushalt und Wirtschaft. Außerdem setze sich seine Partei verstärkt für Transparenz der politischen Vorgänge ein. "Ich habe den Eindruck gewonnen, dass man sich hinter den Regularien verschanzt. Nicht alles muss hinter verschlossenen Türen besprochen werden", so Kühne. Evers als Kriminalbeamter fordert eine höhere Polizeipräsenz in der Stadt: "Schenefeld ist nicht vergleichbar mit einer Gemeinde wie Gettorf. Wir wollen einen anderen Verteilungsschlüssel und damit mehr Beamte."

Überschneidungen gab es in Sachen Jugendtreff in der Siedlung. Alle Vertreter erkannten dessen fehlen an, das müsse angegangen werden. Außerdem erklärten sie sich zum Ziel, einen ausgeglichener Haushalt vorzuweisen. Einmütig präsentierten sich SPD und CDU auch zum Thema Kindertagesstätten. Ein kostenfreies drittes Jahr versprechen beide Parteien.

Ins Kreuzverhör geriet vor allem Rüpcke als die Zuhörer am Zuge waren. Sie wollten von ihm wissen, wie viel der Bauhof nun wirklich koste, warum die CDU gegen eine Regenwassersteuer sei und warum der Sportplatz nicht Achter de Weiden gebaut werde. Rüpcke behielt die Ruhe auch bei seinen rechnerischen Leistungen in Sachen Bauhof.

von Katy Krause